Gott, Zorn und Zähne ausschlagen

Illustration: Mike Lukovich

(Kommentar) Wie die USA Religion, Demokratie und Kapitalismus in eine gefährliche Farce verwandeln – Illustration: Mike Lukovich

Washington, 27. März 2026 – Es ist schon makaber-komisch, wie die USA alles, was sie anfassen, nicht nur missverstehen, sondern in eine groteske, oft gefährliche Karikatur verwandeln. Ob Kapitalismus, Demokratie oder Christentum – was anderswo als zivilisatorischer Fortschritt gilt, wird dort zu einer Mischung aus Slapstick, Rambo-Mentalität und religiösem Fanatismus.

Das jüngste Beispiel: Pete Hegseth, Kriegsminister und Fox-News-Kommentator, der in einem „Gottesdienst“ im Pentagon dafür betete, Gott möge seinen „Zorn ausgießen“, den „Gottlosen die Zähne einschlagen“ und „überwältigende Gewalt“ über jene bringen, „die keine Gnade verdienen“.

Die USA wirken manchmal wie ein zynisches Labor-Experiment, das beweisen soll, was die Menschheit am schnellsten in den Abgrund reißt:

  • Kapitalismus? Hier wird er zur Mafia-Version – ein System, in dem Gier als Tugend gilt und soziale Ungleichheit als „Erfolg“ gefeiert wird.
  • Demokratie? Eine Slapstick-Posse, in der Wahlen von Gerichtsentscheidungen abhängen, Politiker Fakten leugnen und die Hälfte der Bevölkerung glaubt, die andere Hälfte sei „vom tiefen Staat manipuliert“.
  • Christentum? Eine Rambo-Version, in der Gebete um Gewalt nicht als Widerspruch, sondern als „göttlicher Auftrag“ gelten. „Gott segne Amerika“ wird so zur Kriegsparole – während gleichzeitig Obdachlose ignoriert und Krankenversicherung als ‚Sozialismus‘ verdammt wird.

Die fünfköpfige Herde: Die aktuelle politische Elite der USA wirkt wie eine Truppe überforderter Nichtskönner – mit den Egos von Neandertalern, den Anzügen von Woolworth und der strategischen Weitsicht einer Stubenfliege. Statt Lösungen zu entwickeln, wird in Apokalypse-Rhetorik geschwelgt, werden Feinde erfunden und Gewalt verherrlicht. „Gott mit uns“ klingt dann schnell wie „Gott gegen den Rest der Welt“.

Die USA sind längst kein „Leuchturm der Demokratie“ mehr, sondern ein Selbstversuch, wie lange eine Supermacht Inkompetenz, Fanatismus und Selbstzerstörung überleben kann. Hegseths Gebet ist nur die Spitze des Eisbergs – ein Land, das Religion als Waffe, Wirtschaft als Kasino und Politik als Reality-Show missversteht, hat längst aufgehört, Vorbild zu sein. „Make America Great Again“? Eher: „Make America Grotesque Again“.

James Vargas


Conflit au Moyen-Orient: La Suisse refuse deux survols militaires américains

Boeing C-17 Globemaster III

Le Conseil fédéral a examiné plusieurs demandes américaines de survol. Deux vols liés au conflit avec l’Iran ont été refusés, tandis que trois autres ont été autorisés.

La Suisse a pour la première fois depuis le début du conflit au Moyen-Orient annoncé samedi avoir rejeté deux demandes des États-Unis de survol de son territoire, faisant valoir son «droit à la neutralité».

Les Américains ont déposé plusieurs demandes en ce sens, notamment pour des aéronefs militaires, a déclaré le gouvernement suisse dans un communiqué. «Au total, deux demandes en lien avec la guerre en Iran ont été rejetées», a-t-il dit, précisant avoir traité samedi l’ensemble des requêtes déposées par Washington …

Depuis 1815, la Suisse est reconnue officiellement comme étant un pays neutre par la communauté internationale. Sa neutralité est permanente, armée et librement choisie.

SOURCE: L’essentiel.lu

Photo: Boeing C-17 Globemaster III –McDonnell Douglas / Boeing
Military strategic/tactical airlifter
over G-D of Luxembourg (15 mars 2026)